| Im Blickpunkt: Der Strom |
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Der produzierte Strom wird "vor Ort" verbraucht, überschüssige Energie wird in das allgemeine elektrische Netz eingespeist. Durch die Regelungen des bundesweiten Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes erhalten Betreiber eines Blockheizkraftwerks bzw. einer KWK-Anlage von ihrem Netzbetreiber vor Ort einen Zuschlag für den ins Netz eingespeisten Strom. Warum dezentrale Stromversorgung durch BHKW bzw. KWK? Der Stromausfall im Jahr 2006, von dem über 10 Millionen Europäer betroffen waren, wurde durch die Trennung ganzer Regionen vom Stromnetz und Abschaltung von Großkraftwerken hervorgerufen. Mit einer dezentralen Stromversorgung wäre ein derart großflächiger Stromausfall kaum denkbar, so der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung. Einer aktuellen Studie im Auftrag der Bundesregierung zufolge gebe es in Deutschland noch ein riesiges Potenzial für weitere KWK-Anlagen. Je mehr dezentrale Stromerzeuger "arbeiten", desto unwahrscheinlicher seien solche Stromausfälle wie der vom 4.11.2006. Dezentrale Anlagen wirkten wie Stabilisatoren. Je mehr es davon gebe, umso robuster werde das Gesamtsystem, umso sicherer die Versorgung. Blackouts stellen einen wesentlichen Schwachpunkt unserer derzeitigen Versorgungssysteme bloß. Hier zeige sich ein Grundsatzproblem zentraler Stromerzeugung in großen Kraftwerken, nämlich ihre bedenkliche Empfindlichkeit gegen technische Störungen oder andere unvorgesehene Ereignisse wie Wetterkatastrophen, Sabotage oder terroristische Anschläge. Bereits der außerplanmäßige Ausfall eines einzigen Großkraftwerks oder einer Höchstspannungsleitung könne in einer Kettenreaktion eine ganze Region oder unter Umständen sogar ein komplettes Land in Finsternis und Chaos stürzen. Bei der Diskussion um die künftige Ausgestaltung des Energiesystems müsse neben dem Aspekt der deutlich höheren Energieeffizienz und besseren Umweltverträglichkeit von KWK-Anlagen auch die höhere Versorgungssicherheit berücksichtigt werden. Im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit von BHKW ist es wichtig, eine relativ hohe Nutzungsdauer zu erreichen und einen möglichst hohen Anteil an dem bereitgestellten Strom selbst zu verbrauchen. Zum Einsatz kommen Blockheizkraftwerke deshalb oft für Siedlungen, Schulen und Krankenhäuser, Hotels, große Mehrfamilienhäuser, Kleinbetriebe oder Gebäude mit Schwimmbad. |
